
Maximale Ausnutzung der 80W/cm-UV-Lampe
Wenn Sie bereits Erfahrung im industriellen Aushärten haben, wissen Sie, dass Quecksilberlampen die echten Arbeitstiere sind. Wenn wir von einer Lampe mit einer Leistung von 80W/cm sprechen, meinen wir im Grunde die Energiemenge, die die Lampe pro Zentimeter abgibt.
Es geht darum, genügend Energie auf das Substrat zu bringen, damit die Beschichtungen und Tinten schnell fest werden – ohne dabei versehentlich den Transportband zu schmelzen.
Der Wärmefaktor
80W/cm ist eine sehr hohe Leistung. Wenn man eine 100 cm lange Lampe verwendet, entsteht eine Leistung von 8 kW. Das ist eine große Belastung für das elektrische System. Man sollte unbedingt die Ballastgeräte sowie die Verkabelung überprüfen – niemand möchte, dass es unterwegs zu Spannungsabfällen kommt.
Außerdem entsteht durch die hohe Leistung viel Infrarotwärme. Wenn man mit Materialien arbeitet, die dieser Wärme nicht standhalten können, sollte man vorsichtig sein. Man sollte diese Lampen mit gekühlten Spiegeln oder Luftströmen kombinieren. Andernfalls entstehen Blasen in der Beschichtung – oder noch schlimmer: Verformungen der Teile.
Warum Quecksilber?
Wir verwenden Quecksilberdampf wegen des starken Peaks bei 254 nm. Dadurch dringt das UV-Licht tiefer in dicke Schichten ein als bei LEDs. Alles wird in eine spezielle Quarzkapsel eingebettet, die dem inneren Druck und der Wärme standhält – während das UV-Licht ungehindert hindurchdringen kann.
Einrichtung und Betrieb
Diese Lampen sind als einfache Ersatzteile konzipiert. Sie passen perfekt in die meisten Standard-Aushärtungsanlagen und können mit den Markenprodukten mithalten. Man merkt den Unterschied sofort, wenn man die Zeit bis zur vollständigen Aushärtung misst – die Resin härzt viel schneller.
Aber denken Sie daran: Diese Lampen halten nicht ewig. Ihre Leistung nimmt mit der Zeit ab. Mein Rat: Überwachen Sie die Einsatzzeit genau. Sobald die Leistung nachlässt, verlangsamt sich das Aushärten – und dann beginnen die Probleme. Ersetzen Sie die Lampen rechtzeitig, bevor Ihr Qualitätskontrollteam Ihre Produkte ablehnt. Das ist eine viel günstigere Lösung, als ganze Produktionschargen zu verschwenden.